Halbzeit in Quintana Roo: Der erste von zwei aufeinanderfolgenden Einsätzen ging gestern zu Ende. Organisiert wurde er von dem Team aus Deutschland. In zwei Wochen haben wir rund 2500 Patienten behandelt. Wir waren in den Dörfern und Ortschaften, die wir bei allen unseren Einsätzen besuchen: in den Vororten der Touristenzentren Playa del Carmen und Cancun, in die immer mehr Menschen aus den Dörfern ziehen, weil sie nur dort Arbeit, wenn auch schlecht bezahlte, finden können; auf der Insel Cozumel, wo es für die einheimische Bevölkerung keine ausreichende und bezahlbare medizinische Versorgung gibt, und in der Kleinstadt Felipe Carrillo Puerto und den Dörfern Limones, José Maria Morelos und Sacalaca. Diese liegen im Mayagebiet, einer der ärmsten Gegenden Mexikos. Ab Montag wird ein kleineres Team zwei Wochen lang in verschiedenen kleineren Ortschaften in Quintana Roo arbeiten.
Playa del Carmen, Parroquia de N. S. de Guadalupe. Für Dr. Alina Bachmann aus Wien war es der erste Einsatz. Obwohl die Arbeitstage lang waren, nahm sie sich für jeden Patienten genug Zeit. Das ist sehr wichtig für die Patienten hier. Denn eine ausführliche Beratung können sie im staatlichen Gesundheitssystem meist ebenso wenig bekommen wie die Untersuchungen und Medikamente, die sie brauchen.
Cancun. Schon am frühen Morgen warteten an der Triage viele Menschen. Wir wollten sie nicht zu lange warten lassen und arbeiteten hochkonzentriert. Doch am wichtigsten war es, trotz der Hektik jedem ein Lächeln zu schenken.
Hauptsache ein Platz im Schatten: Es war heiß, als wir in Tulum arbeiteten. Tulum gilt als einer der schönsten Urlaubsorte der Welt. Abseits von den Hotels leben die Menschen, die den Tourismus mit harter Arbeit am Leben erhalten und sich dennoch keinen Arzt leisten können.
Das Mädchen lebt mit seiner Mutter auf Cozumel. Die medizinische Versorgung für die einheimische Bevölkerung ist auf dieser Urlaubsinsel schlecht. Wer einen Facharzt braucht, müsste erst in eine größere Stadt auf dem Festland reisen.
In der zweiten Einsatzwoche reisten wir weiter ins Mayagebiet. Unsere erste Station war Felipe Carrillo Puerto.
Dr. Surandhra Kumar haben wir letztes Jahr in Playa del Carmen kennengelernt. Er lebt dort mit seiner Frau Carolyn und seiner Tochter Nina. Von unserem Projekt war er sofort überzeugt, und seitdem unterstützt er uns bei allen Einsätzen. Wenn es bei der lokalen Organisation ein Problem gibt, hat er immer eine gute Idee.
Carolyn Kumar unterstützt Cesar Delgado in unserer Apotheke. Seit wir unsere mobilen Einheiten haben, geht ihnen diese Arbeit viel leichter von der Hand. Trotzdem sind sie jeden Abend die Letzten, die mit der Arbeit aufhören.
Limones ist ein Dorf im Maya-Dschungel. Eines der größten Probleme ist hier die Arbeitslosigkeit. Viele Einwohner versuchen, sich mit harter Arbeit in der Landwirtschaft durchzuschlagen. Davon zu leben ist jedoch sehr schwer.
Nina Kumar war mit ihren Eltern Surandrah und Carolyn bei dem Einsatz dabei. Sie brachte die Patienten zu den Ärzten und wies ihnen ihren Platz in der Warteschlange zu. Sie schenkte jedem ein freundliches Lächeln und sorgte mit ihrer aufmerksamen und liebevollen Art immer für gute Stimmung im Team.
Diese Mutter aus Limones brachte ihren kleinen Noah zum Check-up. Vorher war sie noch nie mit ihm beim Arzt. Angst hatte der kleine Bursche vor Dr. Berthold Egervari jedenfalls nicht.
Pater Bennet begrüßt in Jose Maria Morelos eine Patientin. Später half er selbst an der Triage aus, denn es kamen sehr viele Patienten.
Dr. Gerhard Klein, Kathy Hagen und Gabriel Arvizu auf einem Gruppenbild mit den Kindern von Sacalaca. Einige kennen wir schon mit Namen. Denn wir sehen sie bei jedem Einsatz wieder.
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